Skip to main content

Auf dem Kuthenberg

Diabas - Steinbruch und Blick auf die Wüstung Wieferinghausen

Auf dem Kuhtenberg befindest sich ein mächtiger Steinbruch. Der Kuhtenberg ist im Grunde ein großer Ausläufer vom Grotenbergvulkan. Nach dem 2. Weltkrieg bis ca. 1954 wurde hier Metabasalt (Diabasgestein) von der Fa. Rohde abgebaut, zum größten Teil zu Schotter verarbeitet und für den Straßenbau verwendet. Sehr alte, bereits eingefallene Stolleneingänge an dem Hängen sowie Pingen auf dem Bergrücken sind heutige Zeitzeugen, dass man hier in früheren Zeiten auch nach Gold und Erzen gegraben hat.

Ausblick auf ein sächsisches Dorf an einer mittelalterlichen Wegekreuzung. Heute sind auf den ersten Blick nur Wiesen und Äcker zu sehen, doch im Mittelalter befand sich hier das sächsische Dorf Wifhardinghausen unmittelbar an der Grenze zu Waldeck im Bereich einer Wegekreuzes; die Heidenstraße, ein alter Handels- und Heerweg zwischen Köln und Leibzig, verlief in Sichtweite am Dorf vorbei. Der Pottweg (Botenweg), eine der wichtigen Nord- Süd- Verbindungen, führte direkt durch das Dorf. Ein Talgrund an der Waldecker Grenze heißt heute noch „Judenloch“. Eine Zeit lang durften nämlich jüdische Händler nicht nach Waldeck einreisen und mussten dort lagern. Tonscherben-Funde deuten auf eine Besiedelung schon zur karolingischer Zeit hin.

Der Probsthof des Kloster Glindfeld: 1322 wurde einer der Höfe an das Augustinerinnen Kloster Glindfeld verkauft und hieß seitdem „Probsthof“. Das Kloster hatte in der gesamten Region bedeutenden Grundbesitz an Höfen, Äckern oder Feldern. Viele Höfe mussten Abgaben z.B. Hühner, Enten Gänse oder Getreide leisten oder wurden zu Hand- und Spanndiensten herangezogen. Auf diese Weise waren dem Kloster ein Viertel bis ein Drittel des gesamten Landes der Region verbunden. Der Probsthof wurde 1496 aufgegeben und nach Oberschledorn verkauft.

Wüstung Wieferinghausen: Um 1400 fielen in dieser Gegend viele Dörfer wüst - infolge von Missernten, Pest und Überfällen, so auch Wieferinghausen. Die letzten Bewohner zogen erst im Dreißigjährigen Krieg (1618 – 1648) in das versteckter liegende Nachbardorf Düdinghausen, nachdem - so wird erzählt - eine umherziehende Rotte ein Kind aufgespießt haben soll. Hier und da sind in der Umgebung noch auffällige Reliefs von alten Wegen und von Bebauungen zu erkennen. Auch Flurnamen wie „Kerkhof“ (Kirchhof), „Auf der Stede“ (Stätte) und „Tegelei“ (Ziegelei) weisen auf das verschwundene Dorf hin.